Kuh-Abholtrip Mai 2010
Österreich-Slowakei-England-Frankreich-Belgien-Holland-Deutschland-Österreich … unser 7-Länder-Kuh-Abholtrip 2010
12. Mai 2010
Unser Kuh-Abholtrip begann nicht sehr entspannt – wir mussten vor unserem Abflug ja doch noch ziemlich viel erledigen und starteten schon recht zeitig nach einem Frühstück bei Madners nach Liesing den A4 zurückzubringen. Danach hatten wir noch einen Termin bei der Uniqa – um 11:00 war dann auch das erlegt und wir hatten alle notwendigen Dokumente in der Tasche. Schnell noch nach Hause und den Rest zusammengepackt und dann gabs beim Mäci noch ein schnelles Mittagessen. Pünktlich wurden wir am Flughafen Schwechat abgesetzt und um 15:30 ging der Shuttle Bus (7,70€/Person) nach Bratislava. War wirklich sehr unkompliziert – würden wir immer wieder machen. In 1h ist man am Flughafen, welcher wirklich sehr klein ist – eher ein Bahnhof. Man muss wirklich nicht 2h vorher dort sein, ging alles flott. Bei einem großen Cola und einem Cafe Latte um zusammen 4,10€ wartet es sich ganz gut dort und günstig dort. Das Boarding verlief ziemlich stressig, da man ja keine fix zugewiesenen Sitzplätze hat – die Leute stürmten quasi über das Flugfeld zu unserem Flugzeug. Ein bisschen wie in Afrika – in Wien wäre das nicht vorstellbar die 100m zu Fuß zu gehen – in Bratislava war weit und breit nichts, das gefährlich hätte werden können. Wir starteten pünktlich um 18:50- die knallgelbe Innenausstattung war sehr gewöhnungsbedürftig, aber sonst war eigentlich nichts zu bemängeln. Luton ist ziemlich unspektakulär – das Gepäck war vor uns am Förderband – sowas haben wir noch nie erlebt. Leider haben wir den Easy Bus in die Stadt sicherheitshalber ein wenig später gebucht, so mussten wir eine gute Stunde warten weil keine früheren Plätze verfügbar waren. Das hätte ich nie gedacht – aber die halbstündlich pendelnden Busse waren bis auf den letzten Platz voll. Die Wartezeit nutzten wir für ein schnelles Abendessen und wir konnten auch schon unsere online bestellten Zugticket ausdrucken lassen – echt ziemlich ausgefeiltes System mit den Öffis in London – da kann sich Wien noch einiges abschauen. Um 21:30 gings dann auch für uns in einer Stunde in die Innenstadt und von dort mit der Ubahn zum Hotel. Eigentlich alles nicht wirklich kompliziert und halbwegs leistbar – ein Taxi hätte über 100€ gekostet. Check in im Hotel verlief schnell und das Zimmer für die kommenden 2 Nächte war auch sehr schön.
13. Mai 2010
Geschlafen haben wir sehr gut – nur ist eine große Decke, so wie sie in ein französisches Bett gehört für uns eher gewöhnungsbedürftig und es gab leichte Uneinigkeiten während der Nacht. Stress hatten wir keinen, da wir sowieso ein “off peak” Ticket kaufen wollten und dieses erst ab 9:30 gültig ist. So gingen wir in ein kleines Lokal, das am Weg zur Ubahn lag frühstücken. Der Kauf des Tagestickets war dann schnell erledigt, der Automat war diesmal etwas gütiger als der in der vergangenen Nacht und unsere Münzen und Scheine wurden gleich angenommen. Ohne Umsteigen gings dann in 15 Minuten in die Stadt und wir starteten unseren London Tag mit einem Spaziergang durch die Kensington Gardens. Das Wetter war wunderschön, aber schon recht frisch. Gleich anschließend kann man in den Hyde Park weitergehen und kommt so auch direkt zum Buckingham Palace. Irgendwie haben wir eine Unterführung verpasst – aber diesem Irrgang verdanken wir es unbeabsichtigt das Hard Rock Cafe gefunden zu haben – natürlich wurde für Markus ein T-Shirt gekauft – wir können ja den Lauf nicht unterbrechen! Dann kamen wir doch noch zum Buckingham Palace – dort war gerade die Hölle los. Der nächste Zufall bescherte uns die Wachablöse, welche jeden zweiten Tag um 11:30 zelebriert wird – dieses Spektakel dauert 1h und ist echt eine ziemlich übertriebene Geschichte. Es waren so viele Menschen dort – unglaublich – alle Straßen wurden abgesperrt und wir mitten drinnen quasi gefangen (aber mit einem Hard Rock Cafe Tshirt im Sackerl!) Dann ging es endlich weiter für uns durch den Green Park wo uns fast ein gefiederter Zoo erwartet. In den diversen Seen sind die verschiedensten Wasservögel zu bewundern. Fast kitschig zusammen mit den tollen Blumen und den zahmen Eichhörnchen. Die nächste Station auf unserem Spaziergang waren “Westminster Abbey” und “Big Ben” – gleich über der Themse dann auch das “London Eye”. Dort waren unsere Füße dann doch schon sehr schwer und wir sind mit der Ubahn weiter entlang der Themse bis zur “Tower Bridge” gefahren. Haben dort eine Runde um den “Tower of London” gedreht und einen wunderschönen romantischen Yachthafen entdeckt! Schon ziemlich hungrig und müde machten wir uns dann per Ubahn auf den Weg zur “Oxford Street” – hilfe – Menschenmassen ohne Ende und leider noch kein Ipad im Apple Store zu kaufen – schade. Nach einem schnellen Mäci-Essen wanderten wir die “Oxford Street” hinunter bis zum “Dominion Theater”, doch leider konnten wir die Musicalkarten erst später abholen. Ziemlich müde beschlossen wir noch ins Hotel zu fahren um ein wenig zu relaxen – ohne Rucksack kehrten wir dann um 18:30 wieder zurück und holten die Karten ab – die Vorstellung begann fast pünktlich kurz nach 19:30 und war wirklich toll! “We Will Rock You” ist einfach genial! Die Stimmung war natürlich ziemlich cool im Vergleich zu Wien – das Publikum hatte keinerlei Scheu zu klatschen, singen, johlen, trampeln usw. Leider war genau über uns die Klimaanlage und ich war froh meine Jacke dabeigehabt zu haben. Müde und voll toller Eindrücke fielen wir ins Bett – um 6:30 wird schon wieder der Wecker läuten!
14. Mai 2010
Tag der Wahrheit! Absolut im Zeitplan, kurz vor 8 saßen wir in der Ubahn – 1mal umsteigen in einen Regionalzug und schon waren wir ca. um 9:00 in Watford Hight Street. Gottseidank habe ich mir im Vorbeigehen eine superleckere riesengroße Nussschnecke gekauft – weil der Marsch der da auf uns zukam war nicht so ohne! Aber die ganze Autoabholgeschichte lasse ich lieber Markus erzählen:
Da wir noch zu früh dran waren sind wir von Watford High Street zu Audi Watford gegangen – war dann aber doch etwas weit und botanisch. Da wir aber viel zu früh dran waren sind wir jetzt auch um eine Lebenserfahrung reicher. (und Julia um ein paar Nerven ärmer, wieso vertraut sie meiner Orientierung nie?! Aber es war trotzdem gut, dass wir die Landkarte an der Bushaltestelle abfotografiert haben…) Ziemlich müde erreichtern wir nach ca. 3km Audi und waren begeistert welche Autos dort herumstanden. Zur Abholung gibt es nicht viel zu sagen – wir waren auf jeden Fall nicht die einzigen LHD-Abholer an diesem Tag
ganz schön was los dort für so einen abgelegenen Händler. Die Empfangsdame hat uns einen Kaffee gebracht, JD (der Verkäufer) kam nach ca. 5Minuten und ist dann auch gleich mit unseren mitgebrachten Kennzeichen verschwunden. 10 Minuten später (in denen wir diveres Luxuskarren und die sauberste Werkstatt der Welt begutachtet hatten) stand unsere Kuh bereit. JD hat alles schnell hinter sich gebracht und die beschriebenen Jokes “You can drive as fast as Michael Schumacher” vom Stapel gelassen (weil man früher neue Autos eine Zeitlang nur bis zu einer bestimmten Drehzahl fahren durfte) Nach der kurzen, aber gründlichen Einführung gabs noch die letzte Unterschrift und los gings (Uns gings fast zu schnell, wir hätten fast vergessen unsere Mannerschnitten und Mozartkugeln zu übergeben) Dass das alles wirklich so reibungslos und flott verlaufen ist wundert mich (Julia) bis heute! Wir kontrollierten nochmal alles, stellten Spiegel und Navi ein und schon konnte es losgehen!
Schnell noch Markus´Fazit bevor unsere Heimreise beginnt: Das Auto ist einfach großartig – jede Minute darin macht mehr Spass! Ich möchte wirklich allen DANKE sagen im Form für die Hilfe – vor einem halben Jahr hat alles begonnen und jetzt steht er da. DANKE an MaxQ5, Earlian, Kuh-Neuling, Swancorner und allen Anderen. Ich hoffe, dass es noch für viele andere User eine interessante, spannende und vor allem lohnende Variante eines Autokaufs ist. Für meinen Teil muss ich sagen, dass es sogar interessant wäre, wenn der Preisunterschied zu Österreich nicht so groß gewesen wäre – ich hatte anfangs bei einigen Händlern angefragt und auch in den Schauräumen herum geschaut, aber als 30jähriger wird man oftmals komisch angesehen – das Service – die Antwortzeiten bei Watford waren großartig – ich würde zu 100% wieder in England kaufen!
Ja – mein Markus ist glücklich
und da er ja auch schon ein erfahrener Linksfahrer ist, geht’s jetzt weiter für uns in Richtung Ashford. Geschwindigkeitstechnisch hatten wir ein wenig Problemchens, da ja alles nur in Meilen angeschrieben ist (oder gar nicht) unser Auto aber km/h anzeigt – schätzomative wirds schon gepasst haben – hoffentlich.
Nach nicht mal 1,5h hatten wir Ashford auch schon erreicht und konnten sogar früher einchecken. Das Premier Inn ist ein sehr neues Hotel, gemütlich, sauber, lila! Was will man mehr
Lange blieben wir aber nicht im Zimmer, wir wollten ja ins Designer Outlet – ähnlich wie Parndorf ist dieses aufgebaut. Nach einem Mittagessen (ich gefüllten Ofenkartoffel, Markus extrem grausig fette Fish & Chips) gings ans Shoppen – wirklich viel haben wir aber nicht gefunden und nach einem Zwischenstopp im Hotel haben wir dann noch beschlossen an die Küste zu fahren und die “White Cliffs” bei Sonnenuntergang zu bewundern. Vom Fährhafen Dover gings eine Serpentinenstrasse nach oben – du meine Güte – das war wirklich eng teilweise! Am Plateau gingen wir ein bisschen spazieren und haben mit Blick auf die Aschewolke, Fährhafen und Frankreich gepicknickt. Beobachtet wurden wir von zahlreichen Kaninchen die dort fleissig am Herumwuseln waren. Da es ziemlich lange hell war sind wir noch ein wenig durch die Gegend gedüst bevor es dann wieder zurück zum Hotel ging.
15. Mai 2010
Wirklich eilig hatten wir es mal zur Abwechslung nicht und so gingen wir gemütlich zum Mäci nebenan frühstücken – wie immer hab ich Pech und in meiner Frühstückskreation ist Koreander – wie der da hineinkommt – keine Ahnung, auf jeden Fall ist Koreander für mich das ekeligste Gewürz was gibt auf der Erde. Der Kaffee war lecker und riesig und zum Runterspülen des grauenvollen Koreander Geschmackes habe ich mir einen Monstermuffin auch noch gegönnt. Dann gings los in Richtung Eurotunnel – gestern sind wir ja schon vorbeigefahren und in ca. 20 Minuten waren wir auch schon bei der Autobahnabfahrt. Alles super beschriftet – auch ohne Navi einwandfrei zu finden. In den Nachrichten, die so nebenbei liefen bildete ich mir ein gehört zu haben, dass der Eurotunnel gesperrt ist – wir haben das dann aber mal ignoriert und gehofft ich hätte mich verhört. Leider nein – der check in an den Schranken ging ja eigentlich noch recht flott – nur bekamen wir dann mit den Worten “we have dalays today” unseren “Wartebuchstaben F” in die Hand gedrückt. Noch wussten wir ja nicht was das bedeutet – leider waren wir auch noch zu früh dran! Am Parkplatz sahen wir dann erst wie viele Autos wirklich schon warteten – scheinbar war ein LKW im Tunnel zwischen 7 und 9:00 in Brand geraten und seit dem gibt es keine Verbindungen mehr weil der Rauch nicht aus der Röhre zu bekommen war. Bis ca. 13:00 waren immer noch die Buchstaben MNO aufgerufen – es ging einfach nichts weiter. Irgendwann stellten wir uns dann bei der 100m langen Infoschlange an – dort erfuhren wir dann auch nur dass wir kein Geld zurückbekommen weil wir keinen Wohnsitz in UK haben – toll – danke – sehr kulant. Somit hat sich die Möglichkeit auf eine Fähre auszuweichen noch mehr als unsinnig herausgestellt, weil 60 Euro für den Tunnel sausen lassen und nochmal 100Euro für die Fähre hinblättern war uns dann doch zu blöd. Also hieß es weiter warten und oh Wunder, aber 15:00 ging dann endlich was weiter und um 16:00 wurden dann auch endlich die “F Autos” aufgerufen. Es konnte los gehen – man fährt ewig durch die Gegend – Zollkontrolle – Höhenkontrolle – dann werden die Autos auf einem Parkplatz zusammengesammelt und dann fährt man über den Bahnsteig in den Zug – wir mussten in die 2te Etage – ziemlich eng, aber ging ganz gut.
30 Minuten später waren wir in Frankreich und um 18:45 (1 Stunde verliert man wegen der Zeitumstellung) endlich in De Panne. Von den Betreibern der Frühstückspension ließen wir uns einen Tisch in einem Restaurant reservieren. War überall die Hölle los – man bekam kaum einen Sitzplatz. Leider ist dieser Ort gar nicht so klein wie wir gehofft hatten – Bettenburg reiht sich an Bettenburg – keine Hotels – das sind alles Eigentumswohnungen fürs Wochenende! Verschandelt den ganzen schönen Strand! Essen war vorzüglich – aber auch sehr teuer! Markus hat Gambas bestellt – ich ein leckeres Steak. Um 22:00, es wurde gerade erst dunkel (!) gingen wir wieder gemütlich zurück in unser Lavendelzimmer – gute Nacht!
16. Mai 2010 – unser 5. Jahrestag!
Irgendwie trifft es sich immer zufällig so, dass wir an unserem Jahrestag unterwegs sind! Diesmal begann der Tag mit einem gemütlichen Frühstück und dann machten wir uns auf zu einem Dünenspaziergang im Naturschutzgebiet “De Westhoek”. Bis Mittags sind wir durch tiefen Sand gestiefelt und haben tolle Aussichtspunkte erklommen. Zurück führt der Rundkurs am Meer wo sich am Sonntag Nachmittag etliche Reiter und Hundebesitzer getroffen haben. Es war Ebbe und der Strand war endlos breit.
Den Nachmittag beschlossen wir spontan im Brügge zu verbringen. Nach einer knappen halben Stunde Fahrt haben wir überraschenderweise sogar einen gratis Parkplatz gefunden von dem man in wenigen Minuten zu Fuß in der Stadt ist. Ungewöhnlich, aber erfreulich! Die Stadt selbst ist toll! Wir waren wirklich sehr begeistert und bummelten gemütlich durch das “Venedig des Nordens”. Irgendwann überkam uns dann doch der Hunger und wir gönnten uns ein wirklich üppiges Essen bei Pizza Hut in der Innenstadt – war wirklich sehr lecker ein wenig zu viel! Leider waren wir wirklich so voll, dass wir keine von den Waffeln, Pralinen, Schokokreationen und anderen Leckereien kosten konnten, die auf der ganzen Haupteinkaufsstrasse angeboten wurden. Hier kann man durch Schaufenster bei der Schokoladenzubereitung zusehen – hmmmmmmm! Noch dazu hatten wir tolles Wetter – der Tag hätte nicht schöner sein können! Müde und erschöpft kamen wir in unserer Pension an und machten uns einen gemütlichen Abend.
17. Mai 2010
Heute haben wir einen weiten Weg vor uns – um ca. 9:30 gings los aus De Panne – unser erster Stopp war Brüssel – allzu lange hielten wir uns aber nicht auf – eigentlich wollten wir nur das Atomium besichtige. Praktischerweise liegt das ziemlich weit aussen in der Nähe der Autobahn. Tolles Bauwerk und ganz schön gross – und schon wieder eine Überraschung – Parkplatz ist gratis! Wir spazierten ein wenig herum und machten Fotos von dem tollen Gebilde, stiegen aber bald wieder ins Auto und weiter gings in Richtung Köln.
Gottseidank hatte unser Handy-Navi einen guten Tag, weil sonst wären wir ausgezuckt. In Köln wollten wir ja unbedingt die Filiale von “Globetrotter” sehen. Zuerst gönnten wir uns aber noch ein wirklich sensationell leckeres Mittagessen im dazugehörigen Restaurant. Das Geschäft selbst ist ein Wahnsinn – sogar tauchen und Kanus testen kann man dort! Gekauft haben wir leider nichts
Weiter gings für uns nach Bonn – dort gibts noch ein Outlet von Globetrotter und da begann der grosse Regen – es schüttete was das Zeug hält. Im Regen gings dann weiter in Richtung Koblenz wo wir in einem B&B Hotel übernachteten – tolle Hotelkette! Alles neu, modern, sauber, gratis W-lan, Sky – wirklich tiptop – und das für 2 Personen um 54 Euro.
18. Mai 2010
Früh brachen wir auf – wieder Regen – wären wir nur länger im Norden geblieben ![]()
Heute war der grosse Tag. Markus überlegte ja schon tagelang hin und her ob er das Navi jetzt einbauen lassen soll oder nicht. Ich versuchte mich meiner Stimme zu enthalten, ist ja auch sein Auto, allerdins war mir das alles nicht so geheuer. Genau 2h brauchen wir nach Karlsruhe – das Navi hatte wieder einen guten Tag und brachte uns zu der Adresse – ab hier lasse ich aber wieder Makrus berichten:
Um 10 Uhr war es dann soweit – wir sind bei der Firma angekommen – okay, zugegeben – wenn ich nicht als UK-Käufer ein wenig abgehärtet gewesen wäre und auch “risikobereiter” bin als wohl andere Leute – hätte ich gleich wieder umgedreht – die Adresse landete in einer Seitengasse und unser Handy-Navi sagte vor einem Container “Ziel erreicht” – nein – das kann es nicht sein – noch eine Runde gefahren, aber es war das richtige Ziel und im Container waren schon einige Radios zu sehen.
Okay, jetzt sind wir hier und jetzt wollen wir auch wissen, was hinter dieser Firma steckt dachten wir uns (Julia wäre wieder gefahren)
und ich kann es jetzt schon sagen – wir wurden mehr als positiv überrascht.
Der Empfang war sehr sehr nett (Julia blieb im Auto, fand das gar nicht lustig) mir wurde gesagt, dass der Einbau ca. 3-4 Stunden dauern wird und dass uns nicht langweilig wird (vor allem Julia) kann man uns in ein in der Nähe gelegenes Einkaufszentrum führen. Natürlich war meine Freundin von dieser Idee begeistert (Anm.: naja, was blieb mir über…) und wir wurden dann in ein wirklich sehr nettes und auch relativ großes Einkaufszentrum in Karlsruhe gefahren und starteten etliche Bummelrunden.
Die Werkstatt (der Container) ist wirklich die Werkstatt von Hifi Center Karlsruhe – es gibt noch ein Büro, aber das liegt ein wenig wo anders. Aber der Container ist wirklich sehr gut eingerichtet – es finden sich dort alle möglichen Radios und benötigtes Werkzeug für den Einbau. Nach einem längeren Gespräch wurde auch klar, warum ein Container – es hat alles mit dem Handel über Ebay begonnen – Ihr könnt selbst schauen wieviele Verkäufe die über Ebay abwickeln – echt schlimm – es hat auch glaube ich alle 5 Minuten das Telefon geläutet – die Nachfrage nach den diversen Geräten dürfte einfach riesig sein. Es wird jetzt auch ein neuer Standort für die Garage/Werkstatt gesucht (Anm.: verstehe ich, das ist ja echt abschreckend dort – hinter eine Tankstelle und die Aldi Lieferzone vor der Nase), da man das Einbau-Geschäft vergrößern will und der Selbsteinbau immer schwieriger wird aufgrund der Elektronik und den notwendigen Dingen, die ein- und ausgebaut werden müssen.
Jetzt aber weiter in der Geschichte – wir waren dann gemütlich im Einkaufszentrum bummeln und nach einigen Stunden … genau genommen nach 4 Stunden fragte ich telefonisch mal nach (Anm.: da ich ihn narrisch gemacht habe und schon irre nervös war! Der hätte mit unserem Auto ja schon über alle Berge sein können…) und man sagt uns, dass alles gerade getestet wird und sie uns in ca. 30 Minuten wieder abholen. (Anm.: Haha,…. ich hatte schon Magenschmerzen und glaubte noch immer kein Wort)
Gesagt – getan – nach weiteren 30 Minuten waren wir auch schon zurück bei der Werkstatt und sahen noch bei den letzten Einbauarbeiten und Tests zu … wir waren wirklich begeistert von der Qualität der Arbeit – wenn ich das in einer Audi-Werkstatt machen lassen würde … und ich hab dann noch die Fotos vom Einbau gesehen, weil ich erlaubt hatte, welche zu machen, echt schlimm und zum Glück hab ich mir das nicht selbst gemacht – man muss das halbe Auto auseinander nehmen (Anm.: Haha again – war ja eh nur ein nagelneues Auto….) – nein – so war´s wesentlich besser.
Es wurden mir noch alle Funktionen erklärt und auch noch wie was verlegt und verkabelt wurde – vielleicht will ich ja doch auch irgendwann mal den DVD-Spieler einbauen, dann kann ich das jetzt auch selbst leicht erledigen. Natürlich lernen sie auch aus jedem Einbau und so wurden z.B. bei mir die DVB-T-Antennen nicht im Colorstreifen der Frontscheibe montiert sondern auf den Seitenscheiben hinten, die ich sowieso getönt habe und somit kaum zu sehen sind. Die Verkabelung erfolgte über den Dachhimmel und ist überhaupt nicht zu sehen. Jeder Fingerabdruck wurde am Schluss noch weg gewischt und das Ergebnis war ein aus heutiger Sicht perfekter Einbau.
So – ich erzähle jetzt wieder weiter. Mir hat die ganze Geschichte wirklich sehr viele Nerven gekostet, aber wenn sich Manne was einbildet, dann ist das wohl nicht zu ändern und ich habe mich gefügt. Natürlich kamen wir viel zu spät weg (ca. um 17:00) und kamen erst um 20:45 in Passau an. Einen Großteil der Strecke bin ich gefahren – Markus spielte sich ein wenig mit dem Navi. Ganz schön gewöhnungsbedürftig dieses Monster Auto. Vor allem in den Gegenverkehrsbereichen wird es ganz schön eng. Die kleine Gasserl in Passau waren dann auch noch einen ziemliche Herausforderung für mich, aber ging alles gut. Die Pension war ganz ok, aber nichts Besonderes. Ziemlich erledigt gings für uns sowieso gleich ins Bett.
19. Mai 2010
Frühstück gabs auch in der Pension, war ganz ok, aber nicht überragend. Wir starteten zu letzten Etappe – ging recht flott und zu Mittag waren wir schon in Korneuburg.
Ich bin wirklich froh, dass diese Woche so komplikationslos über die Bühne gegangen ist! Es hat alles geklappt – wir hatten nicht das kleinste Problem. Wie Markus schon geschrieben hat – er würde immer wieder ein Auto aus England holen. Mal sehen – wenn der Pfundkurs mal wieder besser wird… (ohaha Finanzkrise jetzt auch in GB…. mal sehen)… und es würde ja auch für mich demnächst ein Autofkauf anstehen…. sag niemals nie…