Ägypten – Sharm El Sheikh – The Grand Hotel
Am 28.8.09 Abends hob unser Fly Niki Flug in Richtung Sharm El Sheikh ab. Madnes haben uns zum Flughafen gebracht, einchecken verlief flott und ohne Probleme. Relativ pünktlich um 23:00 waren wir dann in der Luft. Überraschender Weise gab es sogar ein wirklich leckeres warmes Abendessen (eigentlich ja eher Nachtessen um ziemlich genau Mitternacht) Wirklich viel Zeit zum Schlafen hatten wir dann gar nicht, der Flug dauerte 3h 20min. Die Ankunft in Sham El Sheik war dann relativ unspektakulär – der Flughafen menschenleer – nur unser Flieger. Was mich jetzt wirklich positiv überrascht hat war die “Visum-Systematik” Es gibt eine Ausnahmeregelung für Urlauber die nur den Sinai besuchen, in diesem Fall bekommt man nur einen Stempel auf die Einreisekarte “sinai only” und muss nichts bezahlen. Für das richtige Visum wären 15 Dollar oder 12 Euro fällig geworden. Hat doch wahrhaftig der ETI Mensch, der uns empfangen hat 100mal erklärt wann man eben nur das grosse Visum braucht und man alle Ausflüge ohne Probleme mit dem kleinen Visum machen kann (ausser Israel, Kairo usw…) Gut, haben wir eben Geld gespart, auch nicht schlecht. Ltur hat uns nämlich nahe gelegt sehr wohl das grosse Visum zu kaufen. Das habe ich mir eigentlich auch von dem Typen dort erwartet – immerhin ist es ja doch viel Geld – 12 Euro mal 250 Leute die ca. in dem Flieger waren. Naja, wie auch immer. Wie schon geschrieben – menschenleerer Flughafen – ebenso ausgestorbern war der Parkplatz, umso leichter konnten wir unseren Bus finden. Gottseidank, denn es war 3:00 und wir hundemüde. Unser Begleittyp von ETI hatte noch mehr oder weniger lustige Scherze gemacht – kam aber nicht so gut an, weil alle nur mehr ins Bett wollten. Der Transfer zum Hotel dauerte nur ca 15min. Unsere Koffer sollten wir vor dem Hotel stehen lassen – in der (eiskalten) Lobby bekamen wir dann einen Begrüssungsdrink, unser check-in Forumular und die hübschen grünen All Inclusive Armbänder. Maki hatte gleich 2mal hintereinander ein funktionsuntüchtiges erwischt – ojeee – und er war ja dem Urlaub eh schon so negativ eingestellt…
Dann wure uns endlich unser Zimmerschlüssel – eine Karte – in einem Kuvert ausgehändigt. Jetzt mussten wir nur noch unsere Zimmernummer auf unsere Kofferanhänger schreiben und los gings unser Zimmer suchen. Da wir eine Suite gebucht hatten mit Meerblick, mussten wir von allen wohl auch am weitesten gehen, da die Rezeption natürlich nicht am Meer, sondern an der Strasse liegt. Der erste Eindruck der Anlage war sehr schön, nur waren wir dann doch schon müde vom Suchen und vielen Stiegen steigen. Es standen zwar überall Mitarbeiter herum die und in die richtige Richtung lotsen sollten, allerdings hatte sich einer bei uns vertan und uns somit noch ein paar Minuten und 100 Stiegen mehr aufgehalst. Naja – endlich angekommen – Zimmer wirklich sehr schön, direkter Blick aufs Meer, gerade war es noch dunkel – aber jede Minute wurde es heller und der Horizont färbte sich rötlich – wirklich wunderschön und friedlich. Endlich hatten dann auch unsere Koffer den Weg zu uns “ans andere Ende der riesigen Anlage” gefunden und wir wollten einfach nur mehr schlafen. Jedoch hält mich im Urlaub nichts lange im Bett, wenn draussen das Meer uns die Sonne warten! Wo man was essen konnte hatten wir noch nicht ganz überzuckert – es gibt einfach zu viele Restaurants und zu viele Bars. Da wir aber sowieso unsere Begrüssungsinfo um 11:00 hatten, nahmen wir einfach das Hauptrestaurant oben an der Rezeption. Phuuu es war wirklich heiss, der Weg nach oben war ein Gewaltmarsch. Uns hats den Schweiss nur so aus dem Poren getrieben – und man muss dazu sagen, dass ich nur sehr sehr schwer schwitzen kann
Kleines uniteressantes Detail am Rande – hehe. Frühstück war ganz ok, hat Maki aber nicht so vom Hocker gerissen – er ist mit eingelegtem Gemüse (ich glaub in Essig) sehr eingefahren, wollte es aber nicht überlassen trotzdem ihm irrsinnig gegraust hat – selber schuld. Generell ist man eher besser bedient hier wenn man ein süsses Frühstück bevorzugt. Hier bekommt man wirklich alles was das Herz begehrt. Aber auch Eier in diversen Variationen werden angeboten (nix für mich in so einem Land, Spiegelei ist ja schon in Österreich mit Vorsicht zu geniessen)Die Infoveranstaltung dann war nicht wirklich erwähnenswert, aber zumindest wurden wir über das Hotel und die diversen Auflüge informiert. Dann gings ab ins Meer. Wieder ein sehr weiter Weg, aber von unserem Zimmer aus sehr schnell zu erreichen. Die Unterwasserwelt ist wirklich sehr schön. Fischvielfalt auf jeden Fall mit den Malediven zu vergleichen. Korallen sind hier sogar ein bisschen schöner und noch nicht so abgestorbern. Unser neues Unterwassergehäuse wurde natürlich gleich ausprobiert und es hat gute Dienste geleistet – ein wirklich sehr sinnvolles Geschenk – nochmal danke an meinen Maki. Mittags gingen wir dann eine Kleinigkeit ins “Cliff” Restaurant essen – hier bestellt man von der Karte. War geschmacklich sehr ok, nur hats meinem Schatz wohl ein wenig auf den Magen geschlagen, aber nicht so schlimm. Mich haut so schnell ja nix um. Als Nachspeise haben wir uns noch eine Eispalatschinke am Pool gegönnt *lecker* Abendessen wurde dann aber gestrichen, Maki wollte seinem Magen ein wenig Ruhe gönnen und wir waren sowieso noch sehr müde von unserer Anreisenacht. Nach ein bisschen TV schauen (hier gibt’s Sat2, Pro7 usw. unglaublich) haben wir schon bald geschlafen. Frühstück liessen wir uns dann aber nicht entgehen – haben ein anderes Restaurant ausprobiert – hier fanden wirs wesentlich besser – ist auch viel näher bei unserem Zimmer, dabei bleiben wir fürs Erste. So vergehen die Tage viel zu schnell – Essen – Schnorcheln – schlafen – essen – relaxen – schwimmen – essen – aufluftitreibenlassen – schlafen – essen usw….
Unser ersten Eindruck: 5 Sterne hat dieses Hotel nicht wirklich. Vor allem bei der Hygiene haperts ordentlich, vor allem an der Pool Bar. Aber gut – wir sind in Ägypten – ich habe mir nicht wirklich was anders erwartet. Die Anlage selbst ist riesengross, auch mit viel Liebe zur Beleuchtung gebaut worden was besonders Nachts wirklich genial aussieht, allerdings sehr viele Stiegen, dh nicht für ältere Leute oder kleine Kinder geeignet. Essen ist eigentlich ganz ok, man findet immer etwas, geschmacklich auch eher europäisch orientiert. Meer ist supertoll – glasklar – tiefblau – geniale Unterwasserwelt. Allerdrings bricht das Riff sofort beim Einstieg auf ca. 30-40m ab, dh man kann nicht stehen, was aber überhaupt nicht stört beim Schnorcheln oder Treibenlassen auf der Lufti (gut, dass ich noch eine um 5€ gekauft habe zu Hause, hier kriegen dann alle Leute Lust auf eine Lufti und kaufen diese teuer im Hotelshop. Da die Pools wirklich sehr grosszügig gehalten sind, ist es auch üblich damit im Pool zu schwimmen).
Soweit zu einem ersten Bericht – ich hatte Zeit, weil Maki gerade schläft. Schicke euch allen liebe Grüsse! Gebt dem Caspi ein Leckerli von uns, O und O bitte trinkt einen Erdbeer Prosecco für mich mit und an die Inder 4 ganz dicke Bussis! JUMA
Leider vergingen die letzten Tage viel zu schnell, gerade hätten wir uns eingewöhnt gehabt und schon war die eine Woche auch wieder vorbei und ich schreibe schon von zu Hause. Ein paar Details noch zu den letzten Tagen: Wir waren ja meist am Relax Strand, fanden wir sehr gemütlich diese Betten mit Sonnenschutz (siehe dann Fotos) gegen Nachmittag wanderten diemeisten Leute dann hoch zu den Pools. Ich kam vom Lufti-schwimmen und plötzlich verliess das Russenpärchen hinter uns die Liege und wechselte 2 Reihen weiter nach vorne. Ich dachte mir nicht wirklich was dabei – auf einmal dreht sich Markus leicht komisch schauend um und meint ganz trocken “Auf die Liege da vorne legen wir uns morgen nicht” Zuerst konnte ich es auch nicht glauben – aber die 2 Russen von vorhin hatten sich einfach die Badetücher über die Hüften geworfen und los gings… echt unglaublich – dachten die wir sind alle blind?! Es war kein schöner Anblick ehrlich gesagt…
Zu den Russen generell – phuuu – die Frauen reden den gaaanzen Tag wie aufgezogen – furchtbar. Woher die alten Herren ihre blutjungen Frauen oder Freundinnen haben würde mich auch interessieren. Entweder hocken die Frauen mit den Kindern daheim oder die decken sich alle paar Jahre mit neuen jungen Frauen ein. Auf Schmuck wird auch sehr viel Wert gelegt – wir haben uns blendend amüsiert – ohne Bauchketterl (oder eher Kette) geht gar nix – sogar zum Schwimmen werden diese getragen. Diverse Fußketterl, Zehenringe und kitische Anhänger müssen auch mit dabei sein. Sehr sehenswert fand ich auch eine Dame mit künstlichen Wimpern auf denen Glitzersteinchen klebten – sie kam gerade aus dem Wasser und konnte gar nix sehen vor lauter Wasser, das sich da auf den Wimpern staute und fast einen See bildetet
Eigentlich ist es ja verboten oben ohne zu liegen – viele Frauen halten sich nicht daran, aber hatten immer ein Tuch dabei um schnell alles verdecken zu können. Einen Russin hatte aber DIE Idee schlechtin und hat sich einfach Pflaster über die Nippel geklebt – so bunte Kinderplaster mit Motiven. Das hat natürlich Markus entdeckt – ich hab mich die letzten 3 Tage blendend darüber amüsiert – ständig hat sie den Sitz der Dinger kontrolliert u daran herumgezupft. Ein Bild für Götter sag ich euch! Aber so hatten wir wenigstens was zu beobachten – wäre sonst viel zu langweilig 
Abends nach dem Essen haben wir uns immer in die Lobby 2 gesetzt, (diese war total gemütlich, ruhig und es waren kaum Leute da) unseren täglichen Cocktail getrunken und ein bisschen geinternettet. Ich habe jeden Tag den gleichen Cocktail bestellt – “Red Sea Special” und dieser hat jeden Tag anders geschmeckt – aber eigentlich echt jeden Tag sehr gut. Am vorletzten Tag meinte der Barkeeper ich sei so süss wie eine Erdbeere und in meinem Cocktail fanden sich dann auch Erdbeeren – oder zumindest schmeckte er danach. Sehr sehr interessantes Cocktail-System. Maki war von seinen 2 Caipiroska Versuchen alles andere als begeistert und ist dann zu antialkoholischen Cocktails übergegangen. Sein Lieblingsgetränk war aber “Mirinda” die Ägyptische Ausführung von Fanta. Da es kein Coca Cola sondern Pepsi gab, ist er schnell von Cola abgekommen – Pepsi kann man ja nicht trinken 
Bei unseren Schnorchelgägen haben wir jeden Tag andere Fische entdeckt. Auch je nach Tageszeit sieht man andere Tiere, sehr interessant. Sogar einen Blaupunktrochen und Feuerfische haben wir noch gesehen. Abends wurde das Meer meistens sehr ruhig und die Flut kam, da konnte man auch besser über dem Riff schnorcheln. Leider ist die Sonne ab ca. 17:00 immer hinter den Klippen verschwunden und die Voraussetzungen vor wirklich tolle Fotos war nicht mehr so gut. Trotzdem gefiel uns der Abend im Meer immer am besten und wir wollten gar nicht aus dem Wasser am letzten Abend.
Um Mitternacht wurden dann unsere Koffer geholt und um 1:00 Früh wurden wir mit dem Bus abgeholt und zum Flughafen gebracht. 2h Schlaf gingen sich noch aus. Toll war, dass wir unser Zimmer bis zur Abreise behalten durften – alles andere wäre ein Drama gewesen um diese Uhrzeit. Flug verlief planmässig, wir kamen sogar ein wenig früher an. Nach einem leckeren Frühstück bei Madners gönnten wir uns dann noch ein bisschen Schlaf – das eigene Bett ist doch das BESTE!
Hier nun die Fotos ober Wasser:
Und hier die Fotos unter Wasser: Dazu ist zu sagen, dass es gar nicht so einfach ist unter Wasser zu fotografieren – durch den Wellengang wird sowohl das “Motiv” als auch man selbst ständig bewegt – so fehlt mal der Kopf, dann wieder eine Flosse des Fisches
und dann soll die Kamera ja scharf auch noch stellen – aber ein paar ganz gute Fotos sind doch rausgekommen! Viel Spass dabei!